Es ist längst kein Nischenangebot mehr für ältere Semester. Immer mehr junge Menschen entdecken Yoga als Ausgleich zu einem durchgetakteten Alltag. Im Waltroper Yoga-Studio „yogahoch2“ zeigt sich dieser Wandel besonders deutlich.
Die Kurse sind gut besucht von jungen Erwachsenen, vielen jungen Müttern und Berufstätigen, Anfang 20 bis Mitte 30. Carla ist vor Kurzem nach Waltrop gezogen und suchte nach einem Sportangebot, das zu ihrem Lebensstil passt. Über Bekannte kam sie zum Yoga und fand dort mehr als nur Bewegung. „Man schaltet komplett ab, denkt nicht mehr an Arbeit oder Alltagsstress.“ Martina kam über pränatales Yoga zu yogahoch2. „Ich wollte vormittags etwas für mich machen und hier ist alles viel persönlicher als in großen Studios“, sagt die junge Mutter. „Man kennt sich, trifft oft die gleichen Leute. Genau das macht es für viele junge Teilnehmende attraktiv“.
Was viele der jungen Teilnehmenden verbindet: ein voller Alltag. Job, Familie, ständige Erreichbarkeit. Yoga steuert bewusst dagegen. „Handy weglegen, abschalten, hier wird man fast dazu gezwungen“, sagt Carla lachend. Gerade das schätzen viele. Während Online-Angebote oft an der eigenen Disziplin scheitern, sei der feste Kurs ein echter Vorteil. „In der Gruppe ist das viel schöner. Man kommt an, denkt nicht mehr an Alltagssorgen. Nach der Entspannung ist der Kopf einfach frei“, sagt Carla.
Yoga bedeutet weniger Leistungsdruck, mehr Achtsamkeit und echte Begegnungen. Für viele junge Leute ist genau das der Grund, warum sie ihre Matte ausrollen. Nicht nur für den Rücken, sondern auch für den Kopf.