Sir Lesley Adam Pay, Dæns, Thomchete und Mr. Abra Cadrabacus (unter sich: Jan, Dennis, Thomas und Bernd) sind Agador Spartacus. „Wir sind einfach vier super nice Menschen“, sagt Thomas Wehrmann lachend. „Und jeder von uns beherrscht sein Handwerk“.
Sie machen Musik, auf die sie selbst Bock haben. Und vielleicht ist genau das ihr Geheimnis. Ihre Songs entstehen nicht am Reißbrett, sondern aus dem Bauch, aus Überzeugung. Das Ergebnis ist ein mitreißender Mix aus Postcore und ein bisschen Punk, durchzogen von melodischen Linien. „Natürlich gibt es bei uns auch mal eine Portion von Wutausbrüchen, das gehört einfach dazu. Nicht nur durch Gesang, sondern auch durch entsprechende Einspieler“, sagt Bassist Thomas. Optisch ist von der Punk-Wut-Attitüde erstmal nichts zu sehen. „Wenn du dir unsere Bandfotos anschaust, siehst du uns oft mit Hemd und Krawatte, wie Gentlemen. Aber Gentlemen, die steiler gehen, als man auf den ersten Blick erwartet“, so Thomas.
In ihren Texten behandeln die vier das Erwachsensein, das Zweifeln, die Melancholie grauer Tage, und trotzdem schwingt immer diese leise Gewissheit mit: Am Ende wird alles gut. Ihre Musik ist ehrlich, manchmal düster, manchmal hymnisch, aber immer aufrichtig. Vier Freunde, vier Charaktere, eine gemeinsame Leidenschaft: Musik, die direkt aus dem Bauch kommt. Das neue Album „Pathetic Songs about Existence“ bündelt all das: das Ringen mit sich selbst, die Freundschaft, die durch jede Probe, jedes Wochenende, jedes Jahr gewachsen ist. „Wir setzen uns hin, machen eine Jahresplanung, definieren Wochenenden, an denen wir proben“, erzählt Thomas.
„Das funktioniert nur, wenn jeder wirklich dahintersteht. Und das tun wir.“ Frisch im November hat die Sparkassen Clubraum-Band Agador Spartacus ihr neues Album mit elf Titeln rausgehauen. Fünf Jahre hat das Album gebraucht. Doch für die Sparkassen-Clubraum-Band ist Zeit kein Gegner. Es geht nicht um Output, sondern um Durchhaltevermögen, um Freundschaft und Freude an der Sache. „Und wenn man unsere Songs kennt, kann man auch gut mitsingen“, sagt Thomas. „Da gibt’s Stellen, die dich einfach emotional einfangen, positiv wie negativ.“ Agador Spartacus ist kein Projekt, das auf den nächsten Hype schielt. Es ist eine Band, die tut, was sie liebt. Und genau das hört man in jedem Akkord.