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Tag des Offenen Denkmals im Vest
Foto: LWL Henrichenburg

Tag des Offenen Denkmals im Vest

Lesedauer: ca. 8 Min. | Text: RDN Verlag

Einmal im Jahr, im September, ist  Tag des offenen Denkmals. Im Vest kann man in vielen besonderen Locations auf Entdeckungstour gehen.

Deutschlands größtes Kulturevent

Einmal im Jahr, immer am zweiten Sonntag im September, ist  Tag des offenen Denkmals. Im Vest kann man in vielen besonderen Locations auf Entdeckungstour gehen. Ob Befestigungsanlagen, Schiffe oder Kirchen, Industrieanlagen, Schlösser oder Windmühlen, Wohnbauten, Gärten oder archäologische Plätze – die Denkmale in Deutschland ist genauso abwechslungsreich wie seine Landstriche. Und genau das macht den Tag des offenen Denkmals jedes Jahr so vielseitig, lebendig und faszinierend!

 

 


Hier lesen Sie, was wo los ist:

Castrop-Rauxel

"Schloss Bodelschwingh"
(Schloss- und Parkführungen) Schlossstraße 101 44357 Dortmund
Termine
Samstag, 10.9.2022
um 14:00 Uhr | Dauer 45 Min. um 15:00 Uhr | Dauer 45 Min. um 12:00 Uhr | Dauer 45 Min.  Anmeldung erforderlich
Das 1302 erstmals urkundlich erwähnte Schloss Bodelschwingh ist vermutlich das älteste Wasserschloss Dortmunds und bis heute Sitz der Erbauerfamilie. Der ehem. Wohnturm auf der Vorburg muss schon vor 1300 errichtet worden sein. Bauherr war Ritter Giselbert I., ein Gefolgsmann der Grafen von der Mark. Im 14. Jh. zog die Familie dann in ein auf Eichenpfählen im Schlossteich errichtetes Zweiraumhaus, das Wennemar II. von Bodelschwingh im 16. Jh. im Stil der Renaissance erweitern und umbauen ließ.

 

 

 

 

Ev. Schlosskirche Bodelschwingh
Sonntag, 11.9.2022 11:00–17:00 Uhr  Parkstraße 9 44357 Dortmund
Zweijochige gotische Saalkirche mit Westturm und eingezogenem Chor, ursprünglich 1312 vom Ritter Giselbert von Bodelschwingh, gestiftet und 1322 geweiht. Pfarr- und Schlosskirche des Hauses Bodelschwingh. Eine erste Orgel erhielt die Kirche im Jahr 1694, im Jahr 1941 entschied man sich zum Kauf einer neuen Orgel, einer sog. Walcker-Orgel. Die Verwendung mangelhafter Materialien für den damaligen Bau erforderte 2001 nach mehreren kleineren Ausbesserungen eine umfassende Restaurierung.

 

 

 

 

 

Haus Henrichenburg
Freiheitstraße 49 44581 Castrop-Rauxel
Führung durch Haus, Hof und Geisterkeller Sonntag, 11.9.2022 ab 11:00 Uhr | Dauer 30 Min. | alle 2 Stunden | bis 15:00 Uhr

Eine Führung durch ein Gutshaus von 1787, umgestaltet 2000, durch Garten und Geisterkeller, mit Kinderquiz und Preisen.
"Es lebte dereinst ein böser Geist in der Henrichenburg. Nachts tat er Mensch und Vieh viel Schaden, tags versteckte er sich im tiefen Keller der Burg. Nachdem dieser zugemauert wurde, war Ruhe. Bis vor über 100 Jahren ein neuer Pächter von Haus Henrichenburg den Keller öffnen ließ, um dort einen Backofen zu bauen. Aber: Der Geist kehrte nicht wieder."
Gutshof von 1787. Erbaut aus der niedergelegten benachbarten Henrichenburg. Um 2000 in Teilen von Architekt Luckmann saniert, auch die Waltroper Zeche/ Manufaktum. Moderne Architektur in historischen Mauern. Das Heimatmuseum im Gewölbekeller zeigt eine Sammlung rund um das Ruhrgebiet. Geschichten rund um den Gutshof: Aus den Emschersagen. Aus dem Leben von Hedwig Kiesekamp, einer Freundin von Johannes Brahms. Historisches und Kurioses rund um einen alten Stadtteil.

 

 

 

 

Datteln

Zum „Internationalen Tag des Offenen Denkmals“ bietet die VHS im Dorfschultenhof eine Reihe interessanter Veranstaltungen an. Anmeldung für alle Veranstaltungen unter www.vhs-datteln.de.

Schwimmende Industriegeschichte
Diese informative Rundfahrt mit dem historischen Binnenschiff „Willi“ aus dem Jahr 1909 führt die Teilnehmende zu den Sehenswürdigkeiten unserer Kanäle. Die Kursleitung übernehmen Günther Baumgartner und VHS-Leiterin Rosemarie Schloßer. Treffunkt ist der Anleger „Neuer Liegehafen“, Hubertusweg. Gebühr pro Fahrt: 10 Euro. Die Fahrt wird am Samstag, 10. September 2022, gleich dreimal angeboten: um 11 Uhr (Kurs X1201), um 14.30 Uhr (Kurs X1202) und um 17.30 Uhr (Kurs X1203).

Radtour am Internationalen Tag des offenen Denkmals (Kurs X1204)
Diese Radtour führt am Sonntag, 11. September 2022, ab 11 Uhr von der Innenstadt hinaus durch die Bauerschaften bis hin zur Haard und zu den Kanälen. Die Teilnehmenden werden gebeten, Sonnencreme, Trinkflasche und ein kleines Picknick für unterwegs mit. Kursleiter: Theodor Beckmann. Treffpunkt: VHS im Dorfschultenhof, Genthiner Straße 7. Die Teilnahme ist gebührenfrei.

Geschichte zum Anfassen: Zeitreise in die 50er Jahre (Kurs X1217)
Das 50er-Jahre-Museum des Dattelners Kevin Nikodem bietet eine spannende Reise zurück in den Alltag der Wirtschaftswunder-Jahre in Deutschland mit voll funktionsfähigen Exponaten. Die gebührenfreie Führung mit Kevin Nikodem findet statt am Sonntag, 11. September 2022, ab 11.30 Uhr. Treffpunkt: am privaten Zechenhaus, Kolonialstraße 1A.

Bunker und Bergbaumuseum Datteln
Heibeckstrasse 26a 45711 Datteln Sonntag, 11.9.2022 11:00–17:00 Uhr
Ehemaliger Tiefbunker aus dem II. Weltkrieg. Gebaut 1943 durch die Zeche Emscher-Lippe mit einem Platzangebot von 800 Personen. Wieder zugämlich gemacht 2010 von ehem. Bergleuten als Bunker und Bergbaumuseum.

Dorsten

Der Bergbau hat Dorsten wie andere Städte im Ruhrgebiet über Jahrzehnte geprägt und auch sichtbare Spuren in der Landschaft hinterlassen. Die hier ansässige Künstlerin Tisa von der Schulenburg hat das Leben unter Tage in vielen ihrer Werke verewigt. Weniger bekannt ist, dass auch Tausende jüdische Männer (und sicher nicht wenige Frauen) im Bergbau tätig waren. Nicht umsonst entstammt der Begriff „Maloche“, den wir so stark mit dem Ruhrgebiet verbinden, aus dem Jiddischen.

Mit einer Ausstellung mit Werken von Tisa von der Schulenburg, einer Lesung mit Josephine Voss, einem Vortrag von Dr. L. Joseph Heid und einem Konzert von Isabel Frey (Wien) feiern wir am Sonntag, 11. September 2022 im Tisa-Archiv (Fürst-Leopold-Allee 65, 46284 Dorsten), die Arbeit, jenseits der bekannten Verklärung und Verkitschung des Ruhrgebiets.
Programm
11:00 Uhr Literarische-Lesung von Tisa-Texten mit Josephine Voss und Eröffnung einer Ausstellung mit Werken Tisas aus ihren frühen Jahren in Durham, Nordengland
16:00 Uhr Referat Dr. L. Joseph Heid (Duisburg) zum Thema "Ende der Maloche. Auch jüdische Arbeiter waren unter Tage dabei"
17:30 Uhr Konzert Isabel Frey (Wien) mit jiddischen Arbeiter*innen- und Protestliedern
Anmeldungen: Anmeldungen zu den einzelnen Veranstaltungen bei der Dorstener Stadtinfo telefonisch 02362-663066, per Mail stadtinfo@dorsten.de oder persönlich. Teilnahme kostenlos
Organisation: Organisatoren sind die Tisa von der Schulenburg-Stiftung und das Jüdische Museum Westfalen. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Dorstener Kultursommers statt.

Herten

Ruine Orangerie Schloss Herten
Im Schlosspark 45699 Herten Sonntag, 11.9.2022 11:00–15:00 Uhr, nach Bedarf
In diesem Jahr ist auch die Orangerie Herten im Schloßpark Herten wieder beim Tag des offenen Denkmals dabei, unter dem Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz" ist der Förderverein Orangerie e.V. von 11 Uhr bis 15 Uhr vor Ort und berichtet von Geschichte und Geschichten rund um die Orangerie Herten. Ergänzt wird dies durch die Ausstellung der Künstlerin Cornelia Cintosun mit der klassischen Landschaftsmalerei zum Thema Schloßpark.
Gesicherte Ruine, erbaut 1725 vom Grafen Bertram von Nesselrode-Reichenstein nach französichem Vorbild, gehört zum Ensemble Schloss Herten und Tabakhaus. Wasserschloss und Schlosspark sind restauriert. Es besteht die Absicht, die Orangerie wieder aufzubauen.

 

 

 

 

 

Mühlpforte
Schlossstraße 2 a 45701 Herten Sonntag, 11.9.2022 10:00–18:00 Uhr
Knappentrödel: Auf unserem Knappentrödel gibt es vieles rund um den Bergbau und das Ruhrgebiet zu entdecken und erwerben. Materialausgabe: In unserer Materialausgabe wird für das leibliche Wohl gesorgt. Neben kalten Getränken gibt es auch viele Leckereien vom Grill.
1996 begann die Planung zur Restauration der verfallenen Mühlpforte am Schloss Westerholt, die Arbeiten starteten 1998. Viele Bergkameraden kamen und arbeiteten ohne Lohn am Wiederaufbau mit. 2000 wurde die Mühlpforte festlich eingeweiht. Dient heute als Vereinsheim des Knappenvereins St. Barbara Bergmannsglück/Westerholt 1993 e.V. und beheimatet das Bergbaumuseum Mühlpforte.

Marl

Führung durch die Postwagen im Wohnwaggon
Ehemalige Eisenbahnwaggons der deutschen Bundespost von 1974/75, integriert in ein Haus unter Berücksichtigung und Erhaltung der originalen Innenausbauten. Früher fand die Postsortierung der Bundesrepublik bzw. Europa in den Waggons statt. Die Bahnpost wurde im Mai 1997 eingestellt. Durch den Erhalt der beiden Post MRZ Wagen wird die Bahnpostgeschichte lebendig gehalten und hat gleichzeitig einen aktuellen Nutzen.
Wallstraße 120 45770 Marl Termine: 11.09.2022 Beginn: 10:30 Uhr Ende: 16:30 Uhr Terminhäufigkeit: bei Bedarf info@wohnwaggon.de

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

Hinter den Kulissen der Sharounschule
Planung: 1960–1964, Umsetzung: 1964–1971, Architekt: Prof. Dr. Hans Scharoun, eingetragen am 17.03.2004 (Nr. 39).
„Das Schulgebäude verkörpert eine vollkommen neue Herangehensweise im Schulbau und symbolisiert für Marl zusammen mit weiteren Gebäuden bestimmte Phasen der städtischen Entwicklung und sein kommunales Selbstverständnis. Die Scharoun-Schule steht mit für den Wandel der Stadt Marl von der Arbeiter- zur Angestelltenstadt“ (Auszug Denkmalwertgutachten).
Vor der Scharounschule wird die Tanz-Performance „In C - Marler Partitur“ aufgeführt: Tanz-Performance „In C – Marler Partitur“ Sonntag, 11.9.2022, um 13:00 Uhr | Dauer 15 Min.

Wallstraße 120 45770 Marl Termine: 11.09.2022 Beginn: 10:00 Uhr Ende: 11:30 Uhr Westfalenstraße 68A 45770 Marl 

 
 

Führung durch das ehemalige Kohlekraftwerk Ⅱ im Chemiepark Marl
Sonntag, 11.9.2022 um 10:00 Uhr; 11:30 Uhr; 13:00 Uhr Paul-Baumann-Str. 1 45772 Marl
Treffpunkt Parkplatz an Tor 8, Anmeldung erforderlich
Das Kraftwerk wurde 1954 bis 1956 erbaut und gilt als besonderes Schmuckstück der Ingenieurskunst des 20. Jahrhunderts. Es war das erste Kraftwerk weltweit, dass mit überkritischem Dampfzustand arbeitete. Das bedeutet, dass Dampf mit einem hohen Druck und einer Dampftemperatur von 600° C erzeugt wurde - also im sogenannten „überkritischen" Zustand.Die Teilnehmerzahl pro Führung ist auf 20 begrenzt. Zugangsvoraussetzungen sind feste Kleidung, feste Schuhe, uneingeschränkte Mobilität (es müssen mehrere Stockwerke zu Fuß per Treppe überwunden werden), für Kinder gilt ein Mindestalter von 12 Jahren sowie die Begleitung durch einen Erwachsenen.
Fotografieren und filmen des Kraftwerks von außen sowie beim Rundgang sind bei diesem Termin ausdrücklich erlaubt!
Anmeldung
Anmeldungen sind unter Angabe von Namen, Anschrift, Alter und Telefonnummer unter redaktion-marl@evonik.com ab sofort möglich. Bitte melden Sie sich unter redaktion-marl@evonik.com für die Veranstaltung an.

 

 

 

 

 

Recklinghausen

Führung Hof Knüver
Der Hof wurde in Eigenleistung und in enger Absprache mit der Denkmalbehörde fachgerecht mit historischen und ökologischen Baustoffen restauriert. Tipps zur  Vorgehensweise werden gerne weiter gegeben. Führung Sonntag, 11.9.2022 12:00–16:00 Uhr, nach Bedarf. Hillen, 45665 Recklinghausen.

 

 

 

 

 

Waltrop

LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
Am Hebewerk 26 45731 Waltrop Sonntag, 11.9.2022 10:00–18:00 Uhr
Der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" steht unter dem Motto "KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz". Passend dazu starten spannende Führungen, die das Schiffshebewerk als Denkmal unter die Lupe nehmen, dabei Spuren finden und Indizien analysieren.

Wer sich besonders für Schiffe interessiert, kann sich am Denkmalstag auf einiges freuen:
Es besteht die seltene Gelegenheit, den über 90 Jahre alten Dampfer "Cerberus" in Aktion zu erleben. Die Beschäftigten der Museumswerkstatt legen vom Oberwasser aus zu kostenlosen Kurzrundfahrten ab. Auch sticht das von Kapitän Kracke betriebene moderne Fahrgastschiff "Henrichenburg" am Unterwasser in See.
Des Weiteren freut sich das Schiffshebewerk Henrichenburg über zwei ganz besondere Gäste:
Zum einen ist der Dampfschlepper Jupiter mit seinem Kapitän Rolf Schlebach vom Baseler Hafenmuseum zu Besuch. Zum anderen legt der 1909 gebaute „Willi“ vom Verein Historische Binnenschifffahrt am Alten Schiffshebewerk an.

Kulturforum Kapelle in Waltrop
Hochstr. 20 45731 Waltrop Nordrhein-Westfalen
Kaffee und Kuchen mit Musik und Informationen zum Denkmal.
Das Kulturforum Kapelle in Waltrop umfasst den Raum der ehemaligen Krankenhaus-Kapelle und ein großzügig gestaltetes Foyer samt Treppenhaus.
Träger des Kulturforums ist der Verein Pro Kapelle e.V., der 1999 als gemeinnütziger Verein gegründet wurde mit dem Zweck der Erhaltung, Sanierung und Nutzung der ehemaligen Krankenhaus-Kapelle des St. Laurentius-Stifts.

Mahnmal Frauenlager Holthausen
Borker Str. 5 45731 Waltrop
Entbindungs- und Abtreibungslager in den Rieselfeldern. In Waltrop wurde im April 1943 am Rande der Rieselfelder ein zentrales Entbindungslager für Polinnen und die so genannten "Ostarbeiterinnen" eingerichtet. Mit einer Kapazität von 500 Personen war es das größte seiner Art. Zwangsarbeiterinnen bis zum fünften Monat der Schwangerschaft wurden hier bis April 1945 zur Abtreibung gezwungen. Daran erinnert heute noch ein Mahnmal des Waltroper Künstlers Paul Reding.

Zeche Waltrop, Manufactumgebäude
Hiberniastraße 5 45731 Waltrop
Führungen 1-stündig ab 12.00 Uhr in Verwaltungsgebäude, Waschkaue sowie Fördermaschinen- und Lohnhalle.
Treffpunkt: Haupteingang Verwaltungsgebäude
Erbaut 1903-06 im historistischen Stil. Zentralmaschinenhalle, Verwaltung, Lohnhalle, Waschkaue und Fördermaschinenhalle. Heute Sitz der Firma Manufactum.

 

 

 

 

 

 

Info LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg
LWL-Industriemuseum Schiffshebewerk Henrichenburg

Am Hebewerk 26
45731 Waltrop

schiffshebewerk@lwl.org
02363 97070
https://schiffshebewerk-henrichenburg.lwl.org/de/

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